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Netzhaut-Vorsorge

optomapLaserlicht für den Augenblick

Wer heute 60 Jahre alt und männlich ist, kann, laut Statistischem Bundesamt, im Schnitt mit knapp 20 weiteren Lebensjahren kalkulieren, als Frau mit über 23. 2035 werden die dann 60jährigen Männer im Mittel 22,7 Jahre älter, die Frauen über 27. Derart hohe Lebensalter sind gerade für die Augengesundheit folgenreich. Die Menschen sind in Alltag und Freizeit länger aktiv, und dementsprechend vielen Faktoren, die Einfluss auf das Sehvermögen nehmen, sind die Augen ausgesetzt. Die helle Beleuchtung am Arbeitsplatz, die intensive Sonneneinstrahlung im Sommerurlaub am Strand oder im Winter auf der Skipiste sind nur einige Beispiele. Umso wichtiger wird die regelmäßige Augenkontrolle und -vorsorge. Allerdings darf sie nicht erst im Alter beginnen. Speziell im Augenhintergrund, dem Netzhautbereich, entwickeln sich Krankheiten über Jahre unbemerkt und nahezu schmerzfrei. Spürt der Betroffene schließlich, dass etwas mit dem Sehvermögen nicht stimmt, ist es für die Behandlung oft schon zu spät. Moderne, für den Patienten angenehme Untersuchungsmethoden, wie die optomap®-Technologie von Optos®, können helfen, Fehlentwicklungen frühzeitig zu entdecken.

"Die meisten Augenkrankheiten sind heute gut therapierbar oder können zumindest so behandelt werden, dass die Sehfähigkeit länger erhalten bleibt," sagt Dr. Gehard aus Dachau. "Das geht aber nur, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Die gründliche Augenkontrolle ist daher enorm wichtig und sollte ab dem mittleren Alter, also etwa mit 40 Jahren, regelmäßig durchgeführt werden." Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA) ist die typische Alterskrankheit, bei der sich Stoffwechselschlacken unter der Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens (Makula) ablagern, für rund die Hälfte aller schweren Sehbehinderungen und Erblindungen in Deutschland verantwortlich.

Viele Menschen empfinden den Gang zum Augenarzt jedoch als besonders unangenehm. Speziell die Netzhautkontrolle erfordert bei herkömmlichen Untersuchungsmethoden das Weitstellen der Pupille mit Tropfen (Mydriasis). Der Patient kann dann einige Stunden nur eingeschränkt am Alltag teilnehmen, nicht Autofahren, zur Arbeit gehen usw. Alleine aus diesem Grund verzichten viele Menschen lieber ganz auf die eigentlich notwendige Augenkontrolle.

In seiner Praxis kann Dr. Gehard dagegen die Netzhaut ohne diese unangenehmen Begleiterscheinungen betrachten. Er nutzt dafür ein optomap®-System, eine neuartige Technologie zur Vorsorgeuntersuchung des schottischen Anbieters Optos®. Das Weitstellen der Pupille ist in der Regel nicht erforderlich. Wie in einer Fotokabine sitzt der Patient vor dem Gerät, das sein Auge mit energiearmem Laserlicht scannt. Ein fertiges Bild des Augenhintergrundes entsteht in 0,25 Sekunden; die Untersuchung dauert sprichwörtlich nur einen Augenblick. Der Patient kann danach ohne jede Beeinträchtigung in den Alltag zurückkehren. "Die Methode ist ideal, da die Patienten nicht mehr so lange stillsitzen müssen." erklärt Dr. Gehard. "Gerade Kinder werden bei herkömmlichen Verfahren schnell unruhig, was sich auf die Qualität der Untersuchungsergebnisse entsprechend auswirken kann.“

optomapÜber den Komfort hinaus bietet das Verfahren auch handfeste Vorteile aus medizinischer Sicht. Mit einem einzigen Scan lassen sich in der Regel 80 Prozent des Netzhautbereichs darstellen, was einem Sichtwinkel von etwa 200 Grad entspricht. Andere Methoden können häufig nur einen 30 Grad-Ausschnitt ausgeben und erfassen die Randzonen (Peripherie) des Auges überhaupt nicht. "Gerade dort finden sich aber oft Hinweise auf Gefäßerkrankungen oder gar Tumore, die leicht übersehen werden können. Zumal wenn sie, was in der Regel der Fall ist, dem Patienten langen keinerlei Schmerzen bereiten," erläutert Dr. Gehard.

Der große Sichtwinkel auf die Netzhaut entsteht über ein spezielles Laser-Scan-Verfahen, die von Optos patentierte und unter anderem vom World Economic Forum 2006 als zukunftsweisend bewertete "Virtual Point“-Technologie. Sie macht sich die Eigenschaften eines ellipsenförmigen Hohlspiegels zunutze, der im Zentrum des Verfahrens steht. Formbedingt besitzt er zwei Brennpunkte, wo parallel einfallende Lichtstrahlen jeweils gesammelt werden. Der eine ("reale") Brennpunkt liegt hoch auf dem Spiegel und leitet den gebündelten Laserstrahl zum zweiten, dem "virtuellen" Brennpunkt. Dieser befindet sich genau im Zentrum der Iris, die den Lichteinfall ins Auge reguliert. Über einen Winkel von 200 Grad wandert das Laserlicht den Hohlspiegel entlang und wird im gleichen Winkel durch die Iris auf den Augenhintergrund projiziert. Das von dort zurückgeworfene Licht wird in elektrische Impulse umgewandelt, aus denen die digitale optomap®-Aufnahme entsteht. Das System verwendet Laserlicht unterschiedlicher Wellenlänge. Damit können die verschiedenen Netzhautschichten erfasst und später separat betrachtet werden.

"Neben der Altersbedingten Makuladegeneration sind diabetisch bedingte Netzhautveränderungen, so genannte Retinopathien, auf absehbare Zukunft die große Herausforderung in der Augenheilkunde," erklärt Dr. Gehard. "Unter älteren, aber gerade auch bei jüngeren Menschen nehmen Diabeteserkrankungen signifikant zu, wobei dort die falsche Ernährung die Hauptursache darstellt. Es ist leider immer noch zu wenig bekannt, dass die Zuckerkrankheit langfristig eine große Gefahr für das Sehvermögen bedeutet. Angenehme und gleichzeitig höchst effiziente Untersuchungsmethoden wie optomap können einen wesentlichen Beitrag leisten, solche Fehlentwicklungen frühzeitig zu entdecken und der richtigen Behandlung zuzuführen."

Weitere Informationen zu der optomap®-Technologie von Optos® finden Sie in den folgenden pdf-Dokumenten: