Dr. med. Rainer Gollhausen, Hautarzt in Dachau
Adresse: Gröbenrieder Str. 6a, 85221 Dachau


Venenheilkunde: Besenreiser


Was sind Besenreiservarizen? 

Die Erweiterung kleinster Venen – sogenannte Besenreiservarizen – kann die Folge einer Venenerkrankung sein, ist aber meist nur Zeichen einer umschriebenen Bindegewebsschwäche ohne jeglichen Krankheitswert. Besenreiservarizen sind also meist nur kosmetisch störend, bei Neigung zu müden und angeschwollen Beinen sowie Venenerkrankungen in der Familie sollte aber eine orientierende Venenuntersuchung erfolgen.

Wie können Besenreiservarizen behandelt werden? 

Die häufigsten Methoden zur Behandlung von Venen sind:

  • die Verödung
  • die Laserbehandlung

Die Verödung, auch Sklerosierung genannt:
Mit einer sehr feinen Spritze werden die kleinen Varizen aufgesucht. Das in die Varizen eingespritzte Verödungsmittel bewirkt eine Entzündung der Veneninnenwände, die dann – unterstützt durch einen Kompressionsverband – "verkleben". Dadurch verlieren die Krampfadern ihre Blutströmung und werden mit der Zeit oft vom Körper abgebaut. Das Entstehen von weiteren Krampfadern wird dadurch nicht verhindert.
Das bei uns verwendete Aethoxysklerol ist seit langem erprobt und wird meist sehr gut vertragen; Allergien dagegen sind äußerst selten. Durch die Entzündung kann es vor allem bei Menschen, die empfindliche Haut haben und/oder leicht bräunen, evtl. zu einer Braunfärbung (Hyperpigmentierung) über der Einstichstelle oder entlang der Venen kommen, die möglicherweise über längere Zeit (Monate bis Jahre) bestehen bleiben kann.
Extrem selten kann die Verödung zu einer schlecht heilenden Wunde führen, die evtl. operativ behandelt werden muss.

Die Laserbehandlung:
Beim Diodenlaser (siehe dort) verschließt der Laserstrahl die Besenreiservarize Punkt für Punkt, weshalb nach der Behandlung keine Kompression nötig ist.
Unmittelbar nach der Behandlung tritt eine leichte Rötung der Haut ein. Diese verschwindet in der Regel nach wenigen Stunden Des weiteren kann nach der Behandlung eine Krustenbildung auftreten, die nach einiger Zeit wieder abheilt.

Bei beiden Behandlungsmethoden muss die geschädigte Vene vom Körper abgebaut werden. Dieser Vorgang beansprucht mindestens 4-6 Wochen. In dieser Phase kann es zu einer lang anhaltenden Braunverfärbung der behandelten Areale kommen (sog. postinflammatorische Hyperpigmentierung!). Dazu kommt es besonders leicht nach Bestrahlung mit natürlichem oder künstlichen Sonnenlicht. Deshalb wird eine Verödung grundsätzlich nicht im Sommer durchgeführt und der Besuch von Solarien bzw. Sonnenexposition muss für 4-6 Wochen nach der letzten Behandlung unterbleiben.

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