Dr. med. Rainer Gollhausen, Hautarzt in Dachau
Adresse: Gröbenrieder Str. 6a, 85221 Dachau


Mit Botulinumtoxin A verschwinden Zornesfalten, Krähenfüße und übermäßiges Schwitzen

Gesichtsmuskeln können gezielt gelähmt werden

vor Botulinumtoxin
"Stress"-Falten zwischen den Augenbrauen vor einer Behandlung mit Botulinumtoxin A
Viele Patienten, vor allem jüngere Frauen, aber auch Männer, leiden unter ihrem düsteren Gesichtsausdruck, der so gar nicht zu ihrem oft heiteren Wesen passt. Bestimmte Mimikfalten, wie die Zornesfalten über der Nasenwurzel, vermitteln dem Gegenüber ein negatives Bild, das oft fälschlicherweise als Ausdruck des Unwillens und einer düsteren Persönlichkeit interpretiert wird.

Durch den nur Minuten dauernden Eingriff mit Botulinumtoxin-Injektionen werden diese negativen Ausdrucksformen der Mimik für einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten nachhaltig beseitigt.

Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es?

Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Bakterien-Eiweiß. Wird es in einen Muskel gespritzt oder an Schweißdrüsen, so blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden bzw. die Schweißabsonderung wird deutlich herabgesetzt. Andere Nervenfunktionen - wie das Fühlen oder Tasten - durch die Haut werden nicht beeinflusst.

Botulinumtoxin A wird seit vielen Jahren zur Behandlung von Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen und der Stirn (Lidkrampf) eingesetzt. Für diese Anwendungsgebiete und bei übermäßigem Schwitzen ist es vom zuständigen Bundesamt für Arzneimittel zugelassen.

Die Anwendung bei mimisch bedingten Falten erfolgt außerhalb der genannten medizinischen Indikation. Seit 2006 sind mindestens zwei Präparate auch in Deutschland zugelassen gemäß Beipackzettel: „zur vorübergehenden Verbesserung des Aussehens bei mittelstarken bis starken vertikalen Falten zwischen den Augenbrauen beim Stirnrunzeln bei Erwachsenen im Alter unter 65 Jahren, wenn diese Falten eine erhebliche psychologische Belastung für den Patienten darstellen“.

Die Einspritzung sehr geringer Mengen Botulinumtoxin A hemmt den entsprechenden Muskel im Gesicht. Dadurch wird einer Entstehung bzw. Verstärkung der typischen Stirnfalten und Krähenfüße vorgebeugt. Die volle Wirkung entfaltet sich 1 bis 2 Wochen nach der Einspritzung und hält 3 bis 6 Monate an. Danach sind Wiederholungsbehandlungen nötig.

Die Vorbehandlung mit Botulinumtoxin A gilt inzwischen schon fast als Standard bei der Faltenbehandlung mit anderen Techniken. Der Effekt der Füllmaterialien hält länger an, wenn die mimische Muskulatur des zu behandelnden Areals vorher mit Botulinumtoxin A denerviert wird. Das eingebrachte Füllmaterial kann danach durch die Mimik nicht mehr verschoben werden. Auch zur Vorbehandlung beim Skin Resurfacing, Laser- und Chemical Peels, wird zunehmend Botulinumtoxin A verwendet, um damit die Langzeitergebnisse zu verbessern.

Die Patienten schätzen nach der Behandlung mit Botulinumtoxin A vor allem die günstige entspannte Gesamtwirkung auf den Gesichtsausdruck. Der Ausdruck des Unwillens, der Strenge und finsterer Entschlossenheit ist verschwunden. Dies ist neben der Faltenglättung ein Zusatzeffekt, den keine andere Faltenbehandlung zu leisten vermag. Überdies berichten Patienten, dass ihre Spannungskopfschmerzen nach der Behandlung verschwunden sind.

Übermäßiges Schwitzen vor allem in den Achselhöhlen oder an der Stirn kann ebenfalls zuverlässig über Monate reduziert werden.

Wie wird behandelt? 

Die Lösung mit dem Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel oder in seine unmittelbare Umgebung bzw. in das vorher markierte Schweißdrüsenareal gespritzt.

Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten? 

Botulinumtoxin A zur Faltenbehandlung ist einfach in der Handhabung, wirkungsvoll und mit wenig Nebenwirkungen belastet. Wie bei jeder anderen Einspritzung in die Haut kann es in seltenen Fällen zu einer Hautreizung, Hautinfektion oder zu einer leichten Schwellung kommen. In seltenen Fällen kann auch ein kleiner Bluterguss entstehen. Bitte nehmen Sie daher eine Woche vor dieser Behandlung keine Medikamente ein, die Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) oder andere blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcumar) enthalten und informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Allergische Reaktionen (Rötung, Juckreiz) an der Injektionsstelle, die auch nach wiederholter Anwendung von Botulinumtoxin A auftreten können, sind ebenfalls höchst selten. Diese unerwünschten Erscheinungen bilden sich aber innerhalb weniger Tage zurück.

Bei ungleichmäßiger Wirkung kann vorübergehend ein asymmetrischer Gesichtsausdruck entstehen. Dieser wird durch ein Nachspritzen mit Botulinumtoxin A innerhalb der nächsten zwei Wochen korrigiert. Bei ausgeprägter Wirkung im Augenbrauenbereich kann es zu einer vorübergehenden Absenkung des Oberlids kommen.

In seltenen Fällen wurde nach der Behandlung mit Botulinumtoxin A über Müdigkeit, Mundtrockenheit und allgemeines Krankheitsgefühl berichtet. Das Produkt enthält geringe Mengen Human-Albumin; nach Verwendung von Blut humanen Ursprungs oder Blutprodukten kann das Risiko einer Übertragung von viralen Infektionen nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Sämtliche bekannten Nebenwirkungen sind nach dem heutigen Stand der Wissenschaft vorübergehend; langfristige Nebenwirkungen sind bei der Behandlung von mimisch bedingten Falten nicht bekannt.

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