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Sonnenschutz

Genuss ohne Reue - Gesunde Tipps für Sonnenhungrige

  • Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich an die Sonne zu gewöhnen! Der natürliche Sonnenschutz entwickelt sich nur langsam, daher sollte die Sonnenlichtdosis schrittweise gesteigert werden – natürlich immer gut durch Sonnenschutzmittel bzw. Kleidung geschützt. Übrigens: auch im Schatten bräunt die Haut – aber eben viel schonender!

  • Vergessen Sie die so genannte Vorbräunung im Solarium! Diese beruht nur auf der schnellen Bräunung durch UVA-Strahlen und baut keinen nennenswerten Eigenschutz der Haut auf. Die zusätzliche UV-Belastung schadet mehr als dass sie nützt.

  • Verbringen Sie an sonnigen Tagen die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr möglichst im Schatten. In der Mittagszeit kann die Sonneneinstrahlung bis zu 150-fach intensiver sein als morgens oder abends.

  • Gönnen Sie sich höchstens 50 Sonnenbäder pro Jahr. Selbst leichte Sonnenbrände sollten vermieden werden. Auch ohne Sonnenbrand ist die Strahlenbelastung der Haut schon ziemlich hoch und die Reparaturenzyme müssen Schwerarbeit leisten.

  • Babys und Kleinkinder gehören auf keinen Fall in die pralle Sonne! Selbst im Schatten müssen sie durch geeignete Kleidung und Sonnenschutzmittel wirksam geschützt werden. Die UV-Dosis, die ihre Haut in den ersten Lebensjahren erhält, ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung von Hautkrebs in späteren Jahren oder Jahrzehnten.

  • Auch ältere Kinder müssen besonders gut vor UV-Strahlen geschützt werden. Die Schutzfunktion des Körpers baut sich nämlich erst allmählich bis zum 15. Lebensjahr auf. Sonnenbrille und Kopfbedeckung mit Nackenschutz nicht vergessen!

  • Geeignete Kleidung ist generell der beste Sonnenschutz. Ein breitkrempiger Hut schützt Gesicht, Ohren und Nacken. Der UV-Schutzfaktor (UPF) von Textilien hängt stark von Material und Farbe ab. Bei Spezialtextilien sollte der angegebene UV-Schutzfaktor nach UV-Standard 801 beachtet werden.

  • Unbedeckte Körperpartien sollten Sie unbedingt mit einem Sonnenschutzmittel einreiben, dessen Lichtschutzfaktor etwa dem doppelten UV-Index-Wert entspricht. Für empfindliche und nicht vorgebräunte Haut wird mindestens Lichtschutzfaktor 15 - 20 empfohlen. Auf keinen Fall vergessen, Lippen, Nase, Ohren, Nacken und Fußrücken einzureiben.

  • Sonnenschutzmittel sollen sowohl im UVA- als auch im UVB-Bereich schützen. Sie müssen mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden – erst dann setzt ihr Schutz ein.

  • Sparen Sie nie an Sonnenschutzmittel und achten Sie darauf, dass es nicht zu alt ist. Beachten Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. das Symbol des geöffneten Cremetopfes, neben dem in Monaten und/oder Jahren die Verwendungsdauer nach dem Öffnen angegeben ist. Notieren Sie auf der Verpackung, wann Sie sie geöffnet haben.

  • Sonnencremes – auch wasserfeste – sollten Sie mehrmals am Tag auftragen. Besonders nach dem Baden, aber auch durch Schwitzen und Abtrocknen lässt die Schutzwirkung nach. Wichtig: durch mehrfaches Auftragen wird der Schutz nur erhalten, eine Erhöhung des Lichtschutzfaktors oder eine Verlängerung der Schutzwirkung lässt sich dadurch nicht erreichen!

  • Halten Sie auch beim Baden und Schnorcheln Schultern und Rücken mit einem T-Shirt oder – noch besser – spezieller UV-Badekleidung bedeckt.

  • Bedenken Sie: am und im Wasser und im Gebirge ist der UV-Index besonders hoch. Eine aktuelle Vorhersage für die verschiedenen Regionen gibt es unter www.uv-index.de.

  • Achten Sie bei Medikamenten auf Nebenwirkungen in der Sonne. Bestimmte Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut oder lösen Allergien aus. Beachten Sie die Packungsbeilage der Arzneimittel und fragen Sie im Zweifelsfall einen Arzt oder Apotheker.

  • Verzichten Sie beim Sonnenbad auf Deodorants, Kosmetika und Parfüms. So können Sie bleibende Pigmentflecken vermeiden.

  • Selbst bei bedecktem Himmel dringen noch 30 bis 60 Prozent der UV-Strahlung durch die Wolken – also auch dann den Sonnenschutz nicht vernachlässigen!

  • Schatten bedeutet nicht unbedingt auch UV-Schatten! Sonnenschirme und Sonnensegel bieten oft nur wenig UV-Schutz. Am besten auf den UV-Schutzfaktor UVP achten. Ist keiner angegeben, so ist Vorsicht geboten.

Autor: Dr. rer. nat. Hans H. Guldner, Dachau

Dieser Beitrag ist leicht gekürzt 2009 in HautinForm – das Magazin aus der Hautarztpraxis erschienen


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Letzte Änderung dieser Seite: Juni 2010
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