RegioMed Dachau Logo

Themen zur Gesundheit/
Hintergrundinformationen


Sie befinden sich hier: Themen zur Gesundheit/Hintergrundinformationen/Insektenstich-Allergie

Insektenstich-Allergie

Eigentlich muss es heissen Insektengift-Allergie, denn nicht der Stich an sich sondern das dabei freigesetzte Insektengift löst eine allergische Reaktion aus.

Die häufigsten Quälgeister sind Bienen und Wespen.
Bienen sind nicht angriffslustig, sie stechen nur, wenn sie sich oder ihren Bienenstock bedroht fühlen. Die Biene bleibt nach dem Stich mit den Widerhaken ihres Stachels in der Haut hängen. Beim Versuch, sich zu befreien, reißt sie sich Stachel mit Giftdrüse gewaltsam aus dem Hinterleib und muss sterben.
Gefährlicher sind die aggressiven Wespen und Hornissen. Sie haben einen glatten Stachel, den sie nach einem Stich mühelos wieder aus der Haut herausziehen können. Deshalb können sie immer wieder zustechen.

Was passiert nach dem Insektenstich?
An der Einstichstelle entsteht eine juckende Quaddel, die bald wieder verschwindet. Dies ist nur eine lokale Reaktion auf das Insektengift, aber noch keine allergische Reaktion. Von einer lokalen allergischen Reaktion spricht man, wenn es an der Einstichstelle zu einer ausgedehnten, schmerzhaften, geröteten Schwellung kommt, die einige Tage andauern kann.
Bei etwa jedem Hundertsten Gestochenen kommt es zu einer allergischen Allgemeinreaktion. Sie macht sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar: Nesselsucht, Gesichtsschwellung, Erbrechen, Durchfall, Rhinitis (Schnupfensymptome), bis hin zum lebensbedrohlichen Asthma-Anfall oder anaphylaktischen Schock.
Eine allergische Allgemeinreaktion nach einem Insektenstich muß sich bei einem späteren Stich nicht zwangsläufig wiederholen, das Risiko dafür beträgt jedoch über 60%.

Gefährdete Personen, die wissen, dass sie mit einer solchen Reaktion rechnen müssen, sollten sich von ihrem Arzt ausführlich darüber aufklären lassen und immer ein Notfall-Set (Adrenalin-Spray, Antihistaminikum, Kortisonpräparat als Tropflösung) mit sich führen.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen gegen Bienen- und Wespenstiche:

  • Halten Sie sich und ihre Kinder von hohlen Baumstämmen oder -stümpfen fern. Oft beherbergen sie Wespennester.
  • Gehen Sie nie barfuß durchs Gras.
  • Verzichten Sie auf Picknicks. Essen und trinken Sie überhaupt nicht im Freien – schon gar keine süßen Sachen.
  • Nehmen Sie kein Sonnenbad wenn Sie feucht oder verschwitzt sind – Sie ziehen sonst Insekten an.
  • Tragen Sie keine bunte, geblümte Kleidung.
  • Verhalten Sie sich ruhig, wenn Bienen oder Wespen Sie umschwärmen. Hastige Abwehrbewegungen lassen auch noch die Insekten in Panik geraten.
  • Bevor Sie ins Auto steigen: halten Sie nach Bienen oder Wespen Ausschau, die auf eine Mitfahrgelegenheit lauern.